Den Anfang macht Claus Weselsky

Freuen sich auf den Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe "Jugend trifft auf Politik" v.l: Maximilian Burghoff Hernández (Schriftführer und Vorsitzender KiJuPa), Claus Weselsky (Bundesvorsitzender GDL), Dominik Pinsdorf (Vorsitzender Stadtjugendring Bornheim), Lutz Schreiber (stellv. Bundesvorsitzender GDL), Marie -Therese van den Bergh (Kassierin).

vom General-Anzeiger-Bonn am 31.01.17

 

Der Bornheimer Stadtjugendring will Jugendliche mit einer neuen Veranstaltungsreihe für Politik interessieren. Erster Termin ist am Montag, 6. Februar, im Ratssaal des Bornheimer Rathauses.

Von Sonja Weber, 31.01.2017

Eine interessante Persönlichkeit hat der Stadtjugendring Bornheim zum Auftakt seiner neuen Veranstaltungsreihe „Jugend trifft Politik“ in den Ratssaal des Bornheimer Rathauses geladen. Am kommenden Montag, 6. Februar, wird sich der Gewerkschaftsführer Claus Weselsky ab 14.45 Uhr dort den Fragen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen stellen.

Damit betritt nicht nur der Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ungewohntes Terrain. Auch der Stadtjugendring um den Vorsitzenden Dominik Pinsdorf ist gespannt, wie das Angebot bei der Bornheimer Jugend angenommen wird.

„Hinter der Veranstaltung steht der Gedanke, Jugendliche an Politik heranzuführen“, erklärt Pinsdorf, der selbst einmal das Bornheimer Jugendparlament anführte und sich seit Dezember 2015 als Vorsitzender um den Stadtjugendring kümmert.

„Unser Ziel ist, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, mit Politikern oder anderen Persönlichkeiten in Kontakt zu treten und auf diesem Wege zu lernen, sich ihre eigene Meinung zu einem Thema zu bilden“, sagt der 23-Jährige. Als Lokführer lag es für den ehemaligen Europaschüler nahe, sich um Gewerkschaftsführer Weselsky als ersten Gast der Reihe „Jugend trifft auf Politik“ zu bemühen. Unter dem Motto „Möge die Arbeit mit dir sein“ soll es aber weniger um die Bahn, sondern primär um die Bedeutung von Gewerkschaften im 21. Jahrhundert und grundsätzliche Fragen wie das Streikrecht gehen.

Damit der Nachmittag nicht zu einer Ein-Mann-Show gerät, wollen die Organisatoren die Teilnehmer so viel wie möglich einbeziehen: Nachdem Weselsky seine Arbeit und Aufgaben in einem etwa 30-minütigen Vortrag vorgestellt hat, können die Jugendlichen in Gruppen Fragen erarbeiten, die in einer anschließenden Podiumsdiskussion gemeinsam mit Weselsky erörtert werden sollen.

„Junge Menschen sollen sich ihre eigene Meinung zu einem Thema bilden“
Die Arbeitsgruppen, die per Zufallsprinzip unabhängig von Alter oder Schulzugehörigkeit zusammengestellt werden, werden jeweils von einem „Profi“ – sprich: einem Referenten der GDL – betreut. Auch Weselsky selbst soll während der Gruppenphase durchaus ansprechbar sein und nicht nur zum Vortrag erscheinen.

„Uns ist es wichtig, dass unser Gast präsent ist und auf die Fragen der jungen Leute eingeht“, so Pinsdorf. Die Moderation übernimmt Johanne Hecht, stellvertretende Schülersprecherin der Europaschule, die bei der Verleihung des „Bornheimers“ an Rupert Neudeck im vergangenen Jahr Erfahrungen auf der Bühne gesammelt hat. „Johanne hat ihre Aufgabe damals so souverän, locker und charmant erledigt, dass sie ganz sicher die Richtige für diesen Job ist“, meint Pinsdorf.

Und was sagt sie selbst dazu? „Ich finde, man sollte solche Gelegenheiten nutzen. Wenn man nicht informiert ist, kann man sich keine eigene Meinung bilden und trifft dann möglicherweise die falschen Entscheidungen“, findet die 17-Jährige.

Damit möglichst viele Jugendliche auf die Podiumsdiskussion aufmerksam werden, wurden nicht nur Plakate und Flyer gedruckt, sondern auch Schulen zur Teilnahme eingeladen. So haben sich etwa Kurse des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, der Heinrich-Böll-Sekundarschule und der Ursulinenschule angekündigt.

Fest steht, dass das Format „Jugend trifft Politik“ keine Eintagsfliege bleiben soll. Ein- bis zweimal pro Jahr will der Stadtjugendring eine Podiumsdiskussion mit einer bekannten Persönlichkeit organisieren.

Zur Bundestagswahl im September ist die zweite Auflage in Planung. Der Referent steht allerdings noch nicht fest.

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